HÜFTARTHROSKOPIE

Die ersten Hüftgelenksspiegelungen wurden bereits vor mehreren Jahrzehnenten durchgeführt. Mit den Jahren konnten die Indikationen für eine Hüftarthroskopie mit zunehmenden Verständnis der krankhaften Veränderungen erweitert werden. Mittlerweile stellt die Hüftarthroskopie einen festen Bestandteil in der operativen Behandlung des Hüftschmerzes dar.

 

Indikationen:

Neben der Entfernung freier Gelenkkörper stellen die Engpasssyndrome des Hüftgelenks die Hauptindikationen zur Hüft-ASK dar. Bei diesen sog. Impingement-Syndromen kommt es zu durch ein Missverhältnis zwischen Hüftgelenkspfanne und Kopfhalsübergangs des Oberschenkelknochens zu einem schmerzhaften Einklemmen von Weichgewebe bei Beugebewegungen. Mit zunehmenden Alter kann dies zum Verschleiß des Hüftgelenks führen.

 

Formen des Hüft-Impingements:

1.    Pincer-Impingement

2.    CAM-Impingement  

 

Beschwerden:

Vor allem bei jungen Patienten tritt ein Leistenschmerz auf. Dieser kann durch längeres tiefes Sitzen verstärkt werden. Sportler beschreiben häufig, dass der Schmerz während oder kurz nach der sportlichen Betätigung auftritt.

 

Diagnostik:

Zur Diagnosestellung ist neben der genauen Befragung und Untersuchung des Betroffenen die Durchführung von Röntgenbildern notwendig. Eine zusätzliche Kernspinntomographie kann in der Diagnostik gerade auf Hinblick einen bereits bestehenden Knorpelschaden hilfreich sein. Hier haben sich zusätzliche schräge Darstellungen des Schenkelhalses bewährt.

 

Therapie:

Konservativ:

Bei kurzfristigen Beschwerden über wenige Wochen kann zunächst konservative Therapie mittels Krankengymnastik durchgeführt werden.

 

Hüftarthroskopie:

Hüftarthroskopien werden vorzugsweise in Vollnarkose durchgeführt. Um einen Einblick in das Hüftgelenk zu ermöglichen wird der Patient auf einen speziellen Operationstisch gelagert. Der Zugang zum Hüftgelenk erfolgt über 2-4 kleine Schnitte von ca. 1-2cm. Eine Hüftarthroskopie kann je nach Situation im Schnitt 90-120 Minuten dauern. Ein Krankenhausaufenthalt von 2-3 Tage schließt sich der Operation an.

 

Nachbehandlung:

Je nach zugrundliegender Hüftgelenkerkrankung ist die Entlastung des Hüftgelenks unter Verwendung von Gehstützen für 2-6 Wochen notwendig. Nach der Operation ist eine krankengymnastische Nachbehandlung sinnvoll.

 

Perspektive:

Gerade bei den jüngeren Patienten hat die Hüftgelenkspiegelung sehr gute Erfolgsaussichten. Sportler können in der Regel wieder ihren Sport auf altem Niveau ausüben. Sollten zum Zeitpunkt der Operation bereits Verschleißerscheinungen des Knorpels vorliegen sind der Hüftarthroskopie Grenzen gesetzt, da das operative Ergebnis sehr schwer vorhersehbar ist. Zusammenfassend ist die Hüftarthroskopie ein minimal-invasives Operationsverfahren mit sehr geringer Komplikationsrate.